Das Jahr 2009

19.06.2009
Das Trekkingrad ist fertig, massgeschneidert in Holland angefertigt. Anpassen und Aussuchen von Anbauteilen haben einen ganzen Tag in Anspruch genommen.
Im Grunde alles nach nach meinen Vorstellungen. Allerdings habe ich mich nach langen Diskussionen mit dem Hersteller des Rades zu einer 14-Gang Nabenschaltung überreden lassen.
Na ja, die Praxis wird zeigen, ob die was taugt.

27.08.2009 - 30.08.2009
Ruhrtal-Radwanderweg
Erste ernsthafte Ausfahrt mit 3 weiteren Jungs. Click to enlarge
Ruhrtal-Radwanderweg
Vier Tage entlang des Ruhrtalwegs von der Quelle in Winterberg bis zur Mündung in den Rhein in Duisburg
Nach Winterberg mit dem Zug, der ab Duisburg doch schon fast hoffnungslos mit Fahrrädern überfüllt war.
Die Tour ist wirklich empfehlenswert, am Anfang geht es doch über den einen oder anderen Hügel, aber im Grunde immer bergab.
Gesamtlänge 230 km, ist in 4 Tagen locker zu schaffen.
Unterwegs einige nette Leute kennengelernt. Es gibt leider nur sehr wenig Fotos von der Tour, weil ich an der Quelle mit der Kamera in der Hand gestürzt bin (zu Fuss). Dabei sind Kamera und Objektiv leider komplett zu Bruch gegangen. Ein paar Schürfwunden an den Beinen waren nicht so schlimm, aber eine Verstauchung an der rechten Hand ist bis heute nicht komplett ausgeheilt und macht mir immer noch zu schaffen (05.2010).
Die Nabenschaltung ist übrigens Klasse (hat ja auch ein Schweinegeld gekostet).

 

07.2009
Süd-Frankreich
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Die Mauer vom Lioux
Anlässlich der Tour de France, im Speziellen der Bergankunft am Mount Ventoux sind mein Freund Walter und ich nach Lioux gefahren. Einmal wir wollten den Jungs am Mt. Ventoux die Ehre erweisen.
Wir sind mit dem Auto hin, Übernachtung in Lioux. Walter, der Schlappsack, mit dem Motorrad und ich mit dem Fahrrad. Beides auf einem Anhänger.
Der Mt. Ventoux sieht von Weitem harmlos aus, aber der hat's verdammt noch mal in sich! Zwei erfolglose Versuche, den Mt. Ventoux von Bedoin aus zu bezwingen, habe ich bereits hinter mir. Da half auch kein Aufrüsten auf technisch bestes Material. Am Berg zählen immer noch die Beine Smiley! Click to enlarge
Mt. Ventoux, der heilige Berg

Dieses Mal habe ich es von Sault aus probiert. Von Lioux nach Sault ist auch nicht gerade ein Zuckerschlecken, denn da geht es auch erstmal 10 Kilometer stramm bergauf. Der Anstieg von Sault aus ist nicht ganz so schlimm wie der von Bedoin und ich habe es tatsächlich mit dem Eisenhaufen bis zum Chalet geschafft. Die letzten 6 Kilometer durch die Steinwüste konnte ich nicht mehr fahren, da die Strecke natürlich für das Rennen gesperrt wurde.
Jedenfalls war es beeindruckend, die Profis bei der Ankunft am Berg einmal live zu sehen. Man verfällt dabei leicht in Depression ob der eigenen Leistung Smiley ! Alles in Allem eine schöne Woche mit ordentlich Training. Wem Berge liegen, der ist hier richtig!

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10.2009
Eine Tour nach Holland in den De Meinweg Nationalpark
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Nationalpark De Meinweg in Holland
Als Beispiel für einen typischen Ausflug zeige ich hier mal eine Tour in den schönen Nationalpark De Meinweg in Holland. Die Tour hat je nach Route so zwischen 85 und 100 km lang und füllt einen Tag 9:00 - 19:00 gut aus. Schlauberger werden nun aufschreien, weil sie ausgerechnet haben, dass dies ja nur ein 10er Schnitt sei. Stimmt, aber das Schöne am Fahren mit dem Trekkingrad ist eben das, dass man den elenden Tacho mit seiner Anzeige der Durchschnittsgeschwindigkeit nicht mehr beachten braucht Smiley.
Wo es schön ist, wird halt abgestiegen. Bei Touren mit dem Trekkingrad werden Kalorien in Form einer gepflegten Tasse Kaffee und eines Stückes Kuchen nachgeführt. Was für ein Leben Smiley!
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Anhänger, leicht beladen

Auf einer dieser Touren habe ich dann auch zum ersten Mal ausprobiert, wie es sich mit einem Rucksack fahren lässt. Im Grunde geht das ganz gut, man spürt ihn eigentlich nicht. Problematisch ist nur, dass man unter dem Rucksack doch stark schwitzt. Im Sommer bei 30°C sicher kein Problem, aber bei niedrigeren Temperaturen kühlt der Rücken sofort aus, wenn der Rucksack abgenommen wird. Die Rucksack-Alternative kommt also auf der grossen Tour nicht in Frage.
Weiterhin habe ich das Fahren mit dem Anhänger getestet. Ich habe den Anhänger mit den 8 kg Ladung beim Fahren überhaupt nicht bemerkt. Daraus jetzt den Schluss zu ziehen, dass dies auch bei 25 kg Zuladung noch so sei, ist gefährlich. Diese Erfahrung habe ich dann im März 2010 gemacht. Trotzdem ist der Hänger für mich die beste Alternative, genügend Gepäck für unterwegs mitzunehmen. Es geht sicherlich auch ohne, aber ich mag keine über und über vollgepackten Fahrräder. Der Hänger kommt auf jeden Fall mit auf die Reise.

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12.2009
Eine 30 km Wintertour
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Rad mit Hänger 20.12.2010
Der Winter des Jahres 2010 war ja eigentlich nur mal wieder ein richtiger Winter mit Eis und Schnee. Da lag es natürlich nahe, auch einmal das Fahrradfahren bei starkem Schneefall und Temperaturen unter 0° C zu testen.
Auf frisch gefallenem Schnee spurte das Vorderrad sehr gut. Der Kraftaufwand war ca. 20% höher als auf trockenen Feldwegen. Grosse Schwierigkeiten kamen auf festgefahrenem Schnee auf, da die Reifenspuren teilweise wegbrachen und so das Vorderrad immer wieder seitlich wegrutschte. Auch im Schnee lief der Hänger tadellos mit. Click to enlarge
Vorderrad im Schnee
Der Raum zwischen Reifen und Schutzblech war schnell mit Schnee ausgefüllt. Dies führte beim Vorderrad dazu, dass der Schnee während der Fahrt seitlich an beiden Seiten herausgedrückt wurde und direkt auf meinen Füssen landete. Auf langer Fahrt kann dies eventuell zu Problemen führen.
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Hinterteil des Hängers
Die Bremsen arbeiteten trotz Schnee während der gesamten Fahrt immer einwandfrei. Hier hätte ich am ehesten Probleme erwartet.
Ich musste schon ordentlich in die Pedale steigen, um das Hinterrad überhaupt zum Durchdrehen zu bewegen. Wenn es denn durchdrehte, war es trotz Hänger sehr leicht zu kontrollieren.
Der Hänger hat im Original ein albernes Kunststoffschutz"blech". Dies war bereits nach der ersten Testfahrt an zwei von drei Befestigungsschrauben ausgerissen. Da muss also noch eine bessere Lösung her.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich das Federbein bei Temperaturen unter Null eventuell mit Schnee zusetzt, festfriert und dann blockiert. Aber selbst das dürfte kein grosses Problem sein, denn es gibt diesen Hänger auch in einer ungefederten Version.
Bei einer weiteren Nachtfahrt, bei der es sehr kalt war (ca. -10°C), liess sich die Nabenschaltung im Hinterrrad nicht mehr oder nur sehr unzuverlässig schalten. Ich vermute, dass bei solchen Temperaturen ein Ölwechsel hin zu einem Öl mit niedrigerer Viskosität erforderlich ist.

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